mein bler

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kari
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mein bler

Beitragvon kari » Sa 6. Jan 2007, 16:44

hallo,

in diesem forum, wie auch in anderen lese ich oft die bezeichnung
"Mein BLer" wenn angeh?rige von ihren kranken partnern sprechen.

ich finde diesen ausdruck diffamierend. er reduziert die so bezeichnete person auf ihre erkrankung und mit dem zusatz "mein" impliziert er besitz,
beides ist in meinen augen nicht tolerabel.

nat?rlich neigen wir zu abk?rzungen, zu vereinfachungen, keineR will jedesmal gerne "mein an borderline erkrankter partner" schreiben, das ist ein bisschen arg lang..

aber vielleicht reicht es ja zum verst?ndnis aus, einfach vom partner, von der partnerin zu sprechen, meistens ist klar, wer gemeint ist.

ich w?rde mir w?nschen, dass in diesem forum die regel herrscht, dass derlei bezeichnungen nicht verwendet werden.

danke

kari
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Zauberfee
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Beitragvon Zauberfee » Sa 6. Jan 2007, 17:01

Dem schliesse ich mich so an.
zwar empfinde ich das "mein" in dem Zusammenhang nicht so, weil ich ja auch sage mein Freund/mein Partner aber bei der Bezeichung "mein BLer" zumindest.

Ich denke auch, dass das Forenthema als solches bereits vorraussetzt, dass man ?ber jemanden spricht, der vermutlich oder diagnostiziert an BL erkrankt ist.

Habe den Ausdruck auch einige Zeit mal benutzt muss ich gestehen, weil ich damals unseren Stand der Beziehung unklar und undefiniert empfand.
Er war f?r mich weder Ex- noch Partner aber da wir bisher nicht klar getrennt sind und ich diesen Ausdruck aus karis Gr?nden einsichtig auch unsch?n empfinde rede ich nun von "mein Partner".
Liebe Grüsse von der Zauberfee
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Nicht die Liebe macht uns unglücklich, sondern das krampfhafte Festhalten an den Dingen, die uns unglücklich machen in der Annahme, wir würden glücklich wenn sie sich ändern.

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Beitragvon FAST Enterprise [Crawler] » Sa 6. Jan 2007, 17:07

Weil es bei meinem Mann auch undefiniert ist, habe ich den Ausdruck verwendet.
Doch es ist f?r mich eine Erkenntnis. Endlich wei? ich den Grund,
aber ich werde diesen Ausdruck auch so nicht mehr verwenden.
Schon in seiner Jugend hat seine Mutter psychologische Literatur gelesen um der Sache auf den Grund zu gehen.
Vor 30 Jahren gab es aber wohl kaum eing?ngige Erkenntnisse auf diesem Gebiet, oder t?usche ich mich da?

Gerda

Beitragvon Gerda » So 7. Jan 2007, 14:31

Liebe Kari,

danke f?r diesen Hinweis, den ich voll unterst?tze. Mir ist es auch ein Anliegen, dass wir uns wertsch?tzend ?u?ern und nicht die erlebte Entwertung ?bernehmen. Mit dem wertsch?tzenden Schreiben behalten und pflegen wir unsere gesunden Anteile. Das ist mir wichtig.

Und manchmal finde ich auch gar nicht schlimm, bei alle vielen Worten, die ich hier so zusammenschreibe, mal hin und wieder zu schreiben, "meine an BL erkrankte Partnerin". :D

Gerda

be_there

Beitragvon be_there » So 7. Jan 2007, 14:45

[quote="Gerda"p88]
Und manchmal finde ich auch gar nicht schlimm, bei alle vielen Worten, die ich hier so zusammenschreibe, mal hin und wieder zu schreiben, "meine an BL erkrankte Partnerin". :D

Gerda[/quotep88]

So wie ich Kari verstanden habe @Gerda, geht es ihr weniger um das "mein" im Zusammenhang mit einer Aussage "mein/e Partner/in" als vielmehr - und das ist auch etwas, was ich im fr?heren Forum ebenfalls kritisiert habe - um den Ausdruck "mein BLer" oder "mein Borderliner" oder auch "mein Bordi". Das finde ich ebenfalls in h?chster Form diskriminierend und respektlos.

Den Oberhammer ?brigens fand ich den dortigen Thread-Titel "Wie bekomme ich meinen Bordi zur?ck?"

Es k?me doch auch niemand auf die Idee zu sagen, "mein Diabetiker" oder stellt euch mal vor, im umgekehrten Fall w?rden wir als "mein Co-Abh?ngiger" oder "mein Helferlein" bezeichnet werden.

be_there

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Beitragvon Francis [Bot] » Di 9. Jan 2007, 15:23

hallo,

ich hab das zwar nie respektlos gemeint, kann mich aber sicher umgew?hnen :oops: hoffe ich zumindest.

lg

vater.abraham

Gerda

Beitragvon Gerda » Di 9. Jan 2007, 15:58

be-there, ich habe auch nicht das "mein" gemeint, sondern mich darauf bezogen, dass Kari meinte, es k?nnte ja sein, dass es einem zu lang ist, "mein an BL-erkrankter Partner" zu schreiben.

Gerda

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Re: mein bler

Beitragvon kari » Di 27. Mai 2008, 12:42

aus gegebenem anlass hab ich jetzt nochmal diesen etwas angestaubten thread ausgebuddelt.
wie stehen denn die neu dazugekommenen dazu?

worauf ich mich einigen kann ist, dass bl keine erkrankung sondern eine persönlichkeitsstörung ist, hab dazugelernt inzwischen,

die oben genannten bezeichnungen "bordi", "mein bler", etc. finde ich nach wie vor sehr fragwürdig.

kari
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piestany

Re: mein bler

Beitragvon piestany » Di 27. Mai 2008, 15:54

[bv7g]Hi kari,

wenn ich manchmal schreibe: mein bordie oder meine blerin oder ...
verstehe ich das keinesfalls abwertend meiner (ex?)partnerin gegenüber oder verstehe es
als reduktion auf ihre störung/krankheit.

Hier im angehörigenforum ist es klar, über wen man sich austauscht.

Aber in anderen foren ist es notwendig klarheit zu schaffen, ob man angehöriger
oder betroffener ist - auch so eine sprachregelung.

Und das "mein" verstehe ich nicht als besitzanzeigend, sondern als bezugsanzeigend.
Ich schreibe ja auch meine eltern , meine partnerin, mein lehrer, mein gast,
ohne daß ich irgendwelche besitzrechte zum ausdruck bringen will. :nono:
denke das "mein" ist als besitzanzeigend zu werten, wenn hinter dem mein eine sache steht
und ein borderliner/in ist eine person - ein mensch.
Und die umschreibung bordie sehe ich eher als verniedlichungsform -
auch als verniedlichungsform des mir und mit mir geschehenen.

Klar hört sie den ausdruck nicht gern - aber wenn ich sie mein sweet bordie nenne,
dann ist es für sie ok. :pfeifen3:

Werde mich aber bemühen, meine schreibe zu ändern.
und ich möchte keinen borderline gestörten/erkrankten in irgendeiner art und
weise diffamieren gerade deshalb rede ich von
meiner (die, die ich aus eigener erfahrung kenne) blerin (verkürzungsform - nicht bös gemeint)
oder von meinem (siehe oben) bordie (verniedlichungsform-denke dann auch manchmal an bird
- birdie und denke was für ein seltsamer vogel sie doch manchmal ist)
:beten2:

Denke jeder hat so seine eigenart, mit dieser problematik umzugehen.

Trotzdem sage ich weiterhin negerkuss, wenn ich diese süssen dinger esse,
ohne an diskriminierung zu denken. :nixweiss:

liebe grüße

piestany
[/bv7g]


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